Palliativmedizin

Palliativmedizin bedeutet, medizinische Therapie eines Patienten, der an einer zum Tode führenden Krankheit leidet. Dies ist in den meisten Fällen eine Krebserkrankung, kann jedoch auch eine neurologische Erkrankung bei neurodegenerativen Erkrankungen sein, wie Amiotrophe Lateralsklerose (ALS) oder Hirnerkrankungen.

Palliativmedizin bedeutet im wesentlichen Schmerztherapie und Symptomerleichterungen bei Sterbenden mit schweren Schmerzen, den Umgang mit Morphinen sowie die psychosoziale Betreuung in häuslicher Umgebung. Im Rahmen der Palliativmedizin spielt auch die Hospitzbewegung eine Rolle. Im Kreis Lörrach ist auch der Aufbau eines stationären Hospitzes im Haus Paulus des Friedolinsheimes in Lörrach geplant, das durch entsprechend ausgebildete Palliativmediziner betreut werden wird.

SAPV (Spezielle Ambulante Palliativmedizinische Versorgung):
Alle Palliativmediziner im Kreis Lörrach arbeiten eng mit dem Kreiskrankenhaus Lörrach zusammen und bilden das ambulante Palliativteam zusammen mit den Sozialstationen und der Brückenpflege sowie dem Onkologen (Krebsmediziner).

Vorsorgevollmacht

Eine Vorsorgevollmacht - auch unter Ehepartnern - ist immer empfehlenswert. Sollte ein Ehepartner versterben, ohne dass eine Vorsorgevollmacht besteht, hat der andere Partner keine Vollmachten. Besteht jedoch eine Vorsorgevollmacht, so kann er über Geld / Vermögen des Verstorbenen verfügen. Bei einer Erkrankung wie z.B. Demenz, kann der Bevollmächtigte zusätzlich über Gesundheit und Aufenthaltsort entscheiden.

Als Bevollmächtigter wird immer eine verwandte Person, meistens ein eigenes Kind, eingesetzt. Der Vorteil einer Vorsorgevollmacht ist, dass im Fall der Fälle kein Amtsrichter und kein Notar bzw. Rechtsanwalt als Betreuer eingesetzt werden muß oder gar eine fremde Betreuung zu beantragen ist.

 

Patientenverfügung

In einer Patientenverfügung werden nicht nur die persönlichen Dinge geregelt, sondern auch die lebensverlängernden Maßnahmen die man verhindern möchte. So wird im Fall einer Erkrankung, die mit Bewusstlosigkeit einhergeht, bei Vorliegen einer Patienten-
verfügung deren Inhalt berücksichtigt, wie z.B. lebensverlängernde Maßnahmen wie Beatmung und Herzkreislauf, Wiederbelebung, Flüssigkeitsersatz, künstliche Ernährung durch eine Magensonde, Antibiotikatherapie, Zwangsernährung oder Dialysetherapie.

Sind diese Meinungsabsichten bereits zu Lebzeiten schriftlich erfasst, kommt auch ein Krankenhausarzt nicht umhin, dies zu berücksichtigen.

Die Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten sollten jährlich verlängert werden.